Prozesswurm Lernwerkstatt

B2 · Werkzeugkoffer · 7 Minuten

Gut moderieren: Auftragsklärung und kollegiale Fallberatung

Workshops auf sichere Füße stellen und festgefahrene Fragen lösen.

Vor einem Workshop klärt der Moderator mit dem Auftraggeber den Auftrag: Was ist das Ziel? Wer muss dabei sein? Was gehört dazu, was nicht? Welche Stolpersteine sind bekannt? Das verhindert, dass der Workshop ziellos vor sich hin plätschert.

Die kollegiale Fallberatung hilft, wenn du bei einer Frage nicht weiterkommst, oft rund um Menschen und Zusammenarbeit. Ein Fallgeber schildert die Frage, die Gruppe stellt Verständnisfragen, sammelt Vermutungen, der Fallgeber sagt, was ihm plausibel erscheint, und die Gruppe gibt Vorschläge. Der Fallgeber entscheidet allein, was er mitnimmt.

Beide Methoden haben denselben Kern: Klarheit entsteht im Gespräch mit anderen.

Beispiel aus dem Alltag

Vor einem Prozessworkshop fragt die Moderatorin die Abteilungsleitung nach Ziel, Teilnehmenden und Bekanntem. Später bringt eine Kollegin in einer Fallberatung die Frage ein: „Wie bekomme ich den Prozessverantwortlichen dazu, sich wirklich zu kümmern?“ Die Gruppe vermutet unter anderem fehlende Rückendeckung von oben, und die Kollegin entscheidet, was sie ausprobiert.
Zum Merken: Ein Workshop braucht einen geklärten Auftrag. Und eine festgefahrene Frage löst sich oft erst im Gespräch mit anderen.

Für deinen Alltag

Schreib drei Fragen auf, die du einem Auftraggeber vor einem Workshop stellen würdest. Zum Beispiel: Was soll am Ende rauskommen? Wer muss dabei sein? Was gehört nicht dazu?

In der Lernwerkstatt lernen und 2 Fragen beantworten →