Prozesswurm Lernwerkstatt

B2 · Werkzeugkoffer · 8 Minuten

Prozesse einführen: Beteiligte und Kommunikation

Wer ist betroffen, was braucht diese Person, wie erreichst du sie?

Ein fertiger SOLL-Prozess ist erst die halbe Miete. Jetzt muss er ankommen. Erster Schritt ist die Analyse der Beteiligten (Stakeholder): Wie stark ist ihr Einfluss auf den Erfolg, hoch, mittel oder gering? Und wie stehen sie dazu, positiv, neutral oder negativ? Wer viel Einfluss hat und skeptisch ist, verdient besondere Aufmerksamkeit.

Daraus baust du einen Kommunikationsplan: Für jede wichtige Gruppe überlegst du, welche Frage sie vermutlich hat und mit welcher Botschaft und auf welchem Weg du sie erreichst.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Unternehmen führt einen neuen Vertriebsprozess mit Kundendatenbank ein. Der Vertrieb hat hohen Einfluss und ist skeptisch („mehr Aufwand für uns“), die IT ist neutral, die Geschäftsführung steht dahinter. Für den Vertrieb gibt es deshalb ein Teamtreffen, das genau auf diese Sorge eingeht.
Zum Merken: Ein neuer Ablauf scheitert seltener am Konzept als daran, dass die Betroffenen nicht mitgenommen wurden.

Für deinen Alltag

Nenne zwei oder drei Personen oder Gruppen, die von einer Veränderung bei dir betroffen sind. Schreib zu jeder auf: Einfluss hoch, mittel oder gering? Einstellung dafür, neutral oder dagegen?

In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →