Prozesswurm Lernwerkstatt

B2 · Werkzeugkoffer · 6 Minuten

SOLL-Prozesse gestalten: PUSH und PULL

Vom Input nach vorn oder vom Ergebnis rückwärts denken.

Beim PUSH-Prinzip gehst du vorwärts: vom Input über die Schritte bis zum Output. Das eignet sich, wenn du einen bestehenden IST-Prozess aufnimmst, so wie er heute wirklich abläuft.

Beim PULL-Prinzip startest du beim gewünschten Output und fragst rückwärts: Welche Aufgabe muss ganz zum Schluss passieren? Welche davor? Das eignet sich, wenn du einen neuen SOLL-Prozess entwickelst, weil du so nicht in alten Gewohnheiten hängen bleibst.

Beispiel aus dem Alltag

Für ein neues Einarbeitungsprogramm startet man mit PULL beim Ergebnis „nach zwei Wochen einsatzbereit“ und arbeitet rückwärts. Um das heutige, eher chaotische Einarbeiten zu dokumentieren, eignet sich PUSH: Schritt für Schritt vom Vertragsabschluss an aufnehmen, was tatsächlich passiert.
Zum Merken: Neue Abläufe denkst du vom Ergebnis rückwärts. Bestehende Abläufe nimmst du vom Anfang vorwärts auf.

Für deinen Alltag

Denk an einen Ablauf, an dem du gerade arbeitest. Schreib auf, ob du ihn neu gestaltest (dann PULL, vom Ergebnis rückwärts) oder ob du aufnimmst, wie er heute läuft (dann PUSH, vom Anfang vorwärts).

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