Prozesswurm Lernwerkstatt

B2 · Werkzeugkoffer · 7 Minuten

Prozesse messen: die richtigen Kennzahlen finden

Wenige, aber aussagekräftige Kennzahlen statt Zahlenflut.

Prozesskennzahlen zeigen dir, ob du ein Prozessziel erreichst. Die Versuchung ist groß, möglichst viel zu messen. Dann blickt irgendwann niemand mehr durch, und jeder ignoriert die Zahlen.

Faustregel: 2 bis 3 Kennzahlen pro Prozessziel, insgesamt nicht mehr als 7 bis 8 pro Prozess. Damit die Auswahl nicht einseitig wird, hilft ein Kennzahlen-Kompass mit vier Blickrichtungen: Menge, Kosten, Zeit und Qualität.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Logistikprozess misst nur „Lieferungen pro Woche“. Das sagt nichts über Qualität oder Tempo. Mit „Durchlaufzeit pro Lieferung“ und „Fehlerquote“ bekommst du ein ehrlicheres Bild, mit drei Kennzahlen statt zehn.
Zum Merken: Eine Kennzahl allein zeigt nur einen Ausschnitt. Zu viele Kennzahlen liest keiner mehr.

Für deinen Alltag

Wähle einen Ablauf. Schreib je eine Kennzahl für Menge, Zeit und Qualität auf. Zum Beispiel beim Bestellen: Bestellungen pro Woche, Tage bis zur Lieferung, Anteil falscher Lieferungen.

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