C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 7 Minuten
Ein Ausweis für den KI-Agenten: wer darf was?
Jeder Agent braucht einen Verantwortlichen, klare Rechte und einen Aus-Schalter.
Ein KI-Agent erledigt Aufgaben selbst: Er liest E-Mails, legt Bestellungen an, schreibt in Listen. Damit ist er so etwas wie ein neuer Kollege. Und kein Betrieb lässt einen neuen Kollegen ohne Ausweis, ohne Chefin und ohne Schlüsselregel ins Haus.
Doktor Kuddelmuddel winkt ab: „Wozu brauch ich den Schmarrn? Der Agent macht doch nur, was im Auftrag steht.“ Der Prozesswurm schüttelt den Kopf: Ein Agent probiert Wege aus. Wenn er überall hindarf, landet er auch dort, wo er nichts verloren hat. Und wenn etwas schiefgeht, fragt jeder: Wer hat den eigentlich losgeschickt?
Darum bekommt jeder Agent einen Ausweis mit vier Angaben. Erstens: Wer ist verantwortlich, mit Namen. Zweitens: Was darf er lesen und was darf er ändern, und zwar nur so viel, wie die Aufgabe braucht. Drittens: Ab wann muss ein Mensch freigeben, zum Beispiel ab einem bestimmten Betrag. Viertens: Wer ihn wie stoppen kann.
Wichtig ist, wo die Aufsicht sitzt. Die Regeln stehen nicht nur im Auftrag an den Agenten, sondern in dem Programm, das ihm die Türen öffnet. So kann der Agent sie nicht einfach übergehen. Und alles, was er tut, wird mitgeschrieben, damit man es später nachvollziehen kann.
Beispiel aus dem Alltag
Für deinen Alltag
Nimm einen Ablauf, den ein Agent bei euch übernehmen könnte. Füll die vier Zeilen des Ausweises aus: Wer ist verantwortlich? Was darf er lesen, was darf er ändern? Ab wann gibt ein Mensch frei? Wer stoppt ihn wie?
In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →