Prozesswurm Lernwerkstatt

C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 6 Minuten

KI kaufen oder selbst bauen?

Fertige KI als Dienst oder eigene Lösung: was jeweils dafür spricht.

Für die meisten Aufgaben muss man keine eigene KI bauen. Viele Anbieter vermieten fertige KI als Dienst über das Internet, zum Beispiel Textassistenten oder Übersetzer. Das geht schnell und ist anfangs günstig.

Der Haken ist die Abhängigkeit: Ändert der Anbieter Preise, Bedingungen oder stellt den Dienst ein, hängt dein Ablauf daran. Außerdem fließen deine Daten zum Anbieter. Darum vorher klären, wo die Daten verarbeitet werden und ob sie zum Training genutzt werden.

Selbst bauen lohnt sich vor allem dort, wo deine eigenen Daten der Schatz sind, den kein anderer hat. Diesen Vorsprung kann kein Mitbewerber einfach einkaufen. Fachleute sprechen vom Daten-Burggraben.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Restaurant mietet sich eine Kasse mit eingebauter Umsatzprognose, statt selbst eine zu bauen. Eine große Bäckereikette mit zehn Jahren eigener Verkaufsdaten aus 300 Filialen baut dagegen ihre eigene Prognose, weil genau diese Daten ihr Vorsprung sind.
Zum Merken: Mieten ist schnell, macht aber abhängig. Selbst bauen lohnt sich dort, wo deine Daten der Vorsprung sind.

Für deinen Alltag

Nimm eine KI, die bei euch genutzt wird oder werden soll. Schreib auf, wo die Daten verarbeitet werden und was passieren würde, wenn der Anbieter morgen die Preise verdoppelt.

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