C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 7 Minuten
Erst aufschreiben, dann abgeben: die Arbeitsanweisung als Bauplan für den KI-Agenten
Ein Agent kann nur so gut arbeiten, wie der Ablauf beschrieben ist.
Immer mehr Firmen lassen KI-Agenten wiederkehrende Arbeit erledigen, etwa Rechnungen prüfen oder Konten abstimmen. Die neueste Idee dabei: Der Agent arbeitet eine schriftliche, freigegebene Arbeitsanweisung Schritt für Schritt ab. Er erfindet keine eigenen Schritte dazu.
Doktor Kuddelmuddel fragt: „Wozu brauch ich den Schmarrn? Die KI weiß doch eh alles.“ Der Prozesswurm sagt: Die KI weiß viel über die Welt, aber nichts über eure Regeln. Wer ab welchem Betrag freigibt, steht nur in eurer Anweisung, oder in niemandes Kopf.
Drei Dinge gehören deshalb in jede Anweisung, bevor ein Agent sie bekommt: die Schritte in der richtigen Reihenfolge, die Grenzen (bis wohin der Agent selbst entscheidet) und den Haltepunkt (wann er stoppt und einen Menschen fragt). Ändern darf die Anweisung nur, wer dafür verantwortlich ist.
- Schritte aufschreiben: Was passiert in welcher Reihenfolge?
- Grenzen festlegen: Was darf der Agent allein entscheiden?
- Haltepunkt bestimmen: Bei welchen Fällen hält er an und fragt?
- Verantwortung klären: Wer gibt die Anweisung frei und wer ändert sie?
Beispiel aus dem Alltag
Für deinen Alltag
Nimm einen kleinen Ablauf aus deinem Alltag, den du einem Agenten geben könntest. Schreib dazu drei Zeilen: einen Schritt, eine Grenze und einen Haltepunkt.
In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →