Prozesswurm Lernwerkstatt

A2 · Grundlagen · 8 Minuten

Prozesse zeichnen: Schwimmbahnen statt Wimmelbild

Eine einfache Art, Abläufe so aufzumalen, dass jeder sie versteht.

Ein Ablauf ist schneller verstanden, wenn man ihn sieht. Das einfachste Bild dafür sind Schwimmbahnen, wie im Schwimmbad: Jede beteiligte Person oder Rolle bekommt eine eigene Bahn, untereinander angeordnet.

So zeichnest du los:

Mehr braucht es am Anfang nicht. Es gibt dafür auch eine genormte Zeichensprache mit vielen Symbolen (BPMN). Die ist nützlich, wenn Computer den Ablauf später verstehen sollen. Für das erste Gespräch reichen Kästchen, Pfeile und eine Raute für Entscheidungen.

  1. Links stehen die Namen der Bahnen, also wer beteiligt ist.
  2. Jeder Schritt ist ein Kästchen in der Bahn der Person, die ihn erledigt. Schreib ein Tunwort hinein: „Rechnung prüfen“.
  3. Pfeile zeigen, wie es weitergeht.
  4. Eine Raute steht für eine Entscheidung: Ja geht hier lang, Nein dort.
  5. Ein Kreis markiert Anfang und Ende.

Beispiel aus dem Alltag

Urlaubsantrag: Bahn 1 Mitarbeiterin (Antrag ausfüllen), Bahn 2 Teamleitung (Antrag prüfen, Raute: genehmigt?), Bahn 3 Personalabteilung (Urlaub eintragen). Sobald ein Pfeil die Bahn wechselt, siehst du eine Übergabe. Genau dort lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Zum Merken: Jeder Pfeil, der die Bahn wechselt, ist eine Übergabe. Und Übergaben sind die Stellen, an denen es hakt.

Für deinen Alltag

Zeichne einen Ablauf mit höchstens drei Bahnen und acht Kästchen auf ein Blatt Papier. Zähl danach, wie oft ein Pfeil die Bahn wechselt.

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