Prozesswurm Lernwerkstatt

C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 7 Minuten

Ein KI-Vorhaben Schritt für Schritt

Vom Problem bis zum Einsatz im Alltag, ohne sich zu verlaufen.

Ein KI-Vorhaben ist ein Prozess wie jeder andere. Es gibt einen bewährten Ablauf in sechs Schritten. Er beginnt mit dem Problem, die Technik kommt später:

Wichtig: Der Weg ist ein Kreis. Zeigt die Prüfung in Schritt 5, dass es nicht reicht, geht es zurück zu Schritt 1 oder 2. Das ist normal und kein Scheitern.

Die meiste Zeit kostet übrigens Schritt 3: die Daten sauber zu machen. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist, dass Fachleute aus dem Bereich und Datenleute eng zusammenarbeiten.

  1. Das Geschäft verstehen: Welches Problem lösen wir, und was ist es wert?
  2. Die Daten verstehen: Was haben wir, wo liegt es, taugt es?
  3. Die Daten vorbereiten: aufräumen, Lücken füllen, Fehler entfernen.
  4. Das Modell bauen: die KI mit den Daten trainieren.
  5. Prüfen: Löst das Ergebnis wirklich das Problem aus Schritt 1?
  6. Einsetzen: in den Arbeitsalltag bringen und weiter beobachten.

Beispiel aus dem Alltag

Eine Bäckerei will weniger Brot wegwerfen. Schritt 1: Jeden Abend landen 15 Prozent im Müll. Schritt 2: Es gibt Verkaufszahlen der letzten drei Jahre und Wetterdaten. Schritt 3: Feiertage markieren, Kassenfehler entfernen. Schritt 4: Eine KI schätzt den Bedarf für morgen. Schritt 5: Vier Wochen Test, der Abfall sinkt auf 8 Prozent. Schritt 6: Die Schätzung steht jeden Abend auf dem Tablet der Backstube.
Zum Merken: Jedes gute KI-Vorhaben beginnt mit einem Problem, nicht mit einem Werkzeug.

Für deinen Alltag

Nimm eine KI-Idee aus deinem Umfeld und beantworte nur die ersten zwei Schritte in je einem Satz: Welches Problem genau soll sie lösen? Welche Daten gibt es dafür?

In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →