Prozesswurm Lernwerkstatt

C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 7 Minuten

Wie eine Maschine lernt: drei Wege

Mit Lösung lernen, Muster selbst finden, durch Lob und Tadel.

Maschinelles Lernen heißt: Statt jede Regel von Hand zu programmieren, zeigt man dem Computer viele Beispiele. Daraus leitet er die Regeln selbst ab. Es gibt drei Grundwege:

Für die meisten Aufgaben im Büro reicht der erste Weg: Man hat alte Fälle mit bekanntem Ergebnis und will neue Fälle damit einschätzen.

  1. Lernen mit Lösung (überwachtes Lernen): Die Maschine bekommt Beispiele mit der richtigen Antwort, etwa tausend Rechnungen mit dem Vermerk „bezahlt“ oder „Mahnung“. Danach schätzt sie neue Rechnungen ein.
  2. Muster selbst finden (unüberwachtes Lernen): Die Maschine bekommt Daten ohne Antwort und sortiert sie in Gruppen, die sich ähneln. So entdeckt sie zum Beispiel Kundengruppen, an die vorher keiner gedacht hat.
  3. Lernen durch Belohnung (bestärkendes Lernen): Die Maschine probiert aus und bekommt Daumen hoch oder Daumen runter. So lernen Programme Spiele oder Roboter das Greifen.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Kind lernt Tiere mit Bilderbuch und Mama, die sagt „Das ist ein Hund“ (mit Lösung). Es sortiert Bauklötze nach Farben, ohne dass es jemand sagt (Muster finden). Und es lernt Fahrradfahren, weil Umfallen wehtut und Rollen Spaß macht (Belohnung).
Zum Merken: Maschinen lernen aus Beispielen. Wer keine guten Beispiele hat, bekommt keine gute KI.

Für deinen Alltag

Schreib eine Aufgabe aus deiner Arbeit auf, zu der es viele alte Fälle mit bekanntem Ausgang gibt, zum Beispiel bezahlte und gemahnte Rechnungen. Das wäre ein Fall für Lernen mit Lösung.

In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →