Prozesswurm Lernwerkstatt

B1 · Anwenden · 8 Minuten

Abläufe neu gestalten: erst reden, dann zeichnen

Warum ein neuer Ablauf im Gespräch mit den Ausführenden entsteht.

Viele Prozesse gibt es nur noch auf Papier: gezeichnet, abgeheftet, und im Alltag hält sich niemand mehr daran. Wer einen Ablauf allein am Schreibtisch neu zeichnet, produziert schnell das nächste Papier, das keiner nutzt.

Besser: raus aus dem Besprechungsraum und hin zu den Leuten, die die Arbeit machen. Und nur die einfachen Fragen stellen: Wozu machen wir das? Wer macht was, wann und wo?

Beispiel aus dem Alltag

In einem Projekt gab es den Schritt „Täglichen Bericht drucken und abheften“. Keiner wusste, warum. Erst der Gang in die Abteilung brachte die Antwort: Ein früherer Chef wollte den Bericht mal haben und war längst in Rente. Trotzdem druckte ihn jemand seit drei Jahren brav weiter aus. Das Team strich den Schritt ersatzlos.
Zum Merken: Ein neuer Ablauf entsteht im Gespräch mit den Menschen, die die Arbeit machen.

Für deinen Alltag

Such dir einen Schritt aus deinem Alltag, den ihr schon immer so macht. Frag eine Person, die ihn ausführt: „Wozu machen wir das eigentlich?“ Schreib die Antwort auf.

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