C1 · Vertiefung KI im Prozessmanagement · 7 Minuten
Process Mining: der digitale Detektiv
Warum Process Mining erst funktioniert, wenn der Prozess digital läuft.
Process Mining wertet die Datenspuren aus, die ein Prozess in Systemen hinterlässt, und zeigt, wie er wirklich abläuft. Es funktioniert wie ein Röntgengerät, aber nur, wenn der Patient aus Daten besteht.
Unterschreiben Mitarbeitende noch Laufzettel auf Papier oder sprechen Dinge beim Kaffee ab, sieht das Werkzeug nichts. Manuelle Schritte sind dunkle Flecken. Deshalb kommt zuerst die Digitalisierung, dann das Mining.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Unternehmen will wissen, wo im Freigabeprozess Zeit verloren geht. Solange die Freigabe per Aktenordner läuft, bleibt das Werkzeug blind. Erst als der Prozess ins System wandert, zeigt sich: Die Freigabe hängt drei Tage bei einer bestimmten Stelle fest.
Zum Merken: Process Mining sieht nur, was digital passiert. Was auf Papier oder per Zuruf läuft, bleibt unsichtbar.
Für deinen Alltag
Denk an einen Ablauf, der bei euch noch auf Papier oder per Zuruf läuft. Schreib auf, was du vermutlich entdecken würdest, wenn du ihn digital nachverfolgen könntest, zum Beispiel lange Wartezeiten.
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