Prozesswurm Lernwerkstatt

B1 · Anwenden · 7 Minuten

Planen, machen, prüfen, nachsteuern: der Regelkreis

Warum ein Prozess nie fertig ist und das gut so ist.

Einen Prozess einmal aufzuschreiben ist der Anfang, nicht das Ende. Abläufe verändern sich: neue Leute, neue Programme, neue Kundenwünsche. Damit dein Prozess nicht still verstaubt, hilft ein einfacher Kreislauf aus vier Schritten:

Danach beginnt der Kreis von vorn. Dieser Kreislauf ist seit Jahrzehnten bekannt und nach dem Statistiker William Deming benannt. Das Prinzip ist so einfach, dass es oft vergessen wird.

Wichtig ist der feste Termin. Ohne ihn wird aus „wir schauen mal wieder drauf“ schnell „niemand hat es je wieder angeschaut“.

  1. Planen: Was soll besser werden, und woran merken wir es?
  2. Machen: Die Änderung im Kleinen ausprobieren, nicht gleich überall.
  3. Prüfen: Hat es gewirkt? Zahlen anschauen und mit den Beteiligten sprechen.
  4. Nachsteuern: Was funktioniert, wird zum neuen Standard. Was nicht funktioniert, fliegt raus.

Beispiel aus dem Alltag

Ein Restaurant probiert eine neue Reihenfolge in der Küche aus, aber nur am Dienstagabend. Nach zwei Wochen wird geschaut: Kommen die Teller schneller raus? Ja. Dann gilt die neue Reihenfolge ab jetzt jeden Abend. Und in drei Monaten wird wieder geschaut.
Zum Merken: Ein Prozess ohne festen Prüftermin ist ein Prozess, der still veraltet.

Für deinen Alltag

Such dir eine kleine Änderung, die du in den nächsten zwei Wochen ausprobieren könntest. Schreib auf, woran du nach zwei Wochen merkst, ob sie gewirkt hat.

In der Lernwerkstatt lernen und 3 Fragen beantworten →